22. Juli 2019

Projektwochen Rausch und Risiko in der Fachambulanz

„Der Schulstress ist rum, ihr feiert am See und alle trinken Alkohol. Du willst aber nicht mittrinken – was machst du?“, „Wie wirst du schneller wieder nüchtern?“, „Wann darfst du laut Jugendschutzgesetz Alkohol kaufen?, „Eine Freundin hat zu viel Alkohol getrunken und es geht ihr schlecht – was tust du?“

Fast 700 Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufen im Stadtgebiet Rosenheim waren in den vergangenen beiden Wochen zu Gast in der Fachambulanz für Suchterkrankungen, um diese und weitere Quizfragen zu beantworten und sich auszutauschen.

„Ziel der Projektwochen Rausch und Risiko ist es, sich vor den Sommerferien noch einmal mit dem Thema Alkohol auseinanderzusetzen und weitere Inputs zu bekommen. Kinder und Jugendliche hören oft Mythen. Uns ist es wichtig, Klarheit zu schaffen und den Schülerinnen und Schüler etwas mehr Wissen mit auf den Weg zu geben.“ so Monika Schindler, Suchtpräventionsfachkraft der Diakonie. „Viele haben gehört, wenn man etwas isst, wird man weniger betrunken oder gehen davon aus, dass man wieder nüchtern wird, wenn man sich übergibt oder viel Wasser nachtrinkt. Oft wird die Wirkung des Alkohols falsch eingeschätzt, weswegen wir uns dies mit den Klassen noch einmal genauer angeschaut haben.“ so Christian Bauer.

Ein erfreulicher Trend hat sich in diesem Schuljahr weiterentwickelt: Die Schülerinnen und Schüler waren sich fast immer einig, dass man eigene Grenzen kennen und die Grenzen das anderen respektieren sollte – wenn ich nicht trinken will, dann trinke ich auch nicht und ich überrede auch niemanden. Auch wenn etwas schief laufen würde, war die Lösung klar: wir holen Unterstützung hinzu, lassen niemanden alleine und rufen im Ernstfall den Rettungsdienst an.“ Es freut uns, dass die Klassen so reflektiert und hilfsbereit sind.“ stellten die beiden Suchtpräventionsfachkräfte fest.

„Wir haben die Projektwochen entwickelt, um den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, eine Suchtberatungsstelle zu besuchen, uns kennenzulernen und zu sehen: wenn ich mal Broschüren für ein Referat brauche oder Fragen habe, wenn ich meinen Konsum überdenken möchte oder mir Sorgen um jemanden mache, dann weiß ich: ich war ja schon mal in der Fachambulanz, da meld ich mich einfach nochmal!“ so Monika Schindler und Christian Bauer.

Wir wünschen den Klassen noch ein gutes Schuljahr und einen tollen Start in erholsame und sonnige Sommerferien (mit viel Apfelschorle, Wasser und Spezi) und lesen uns vielleicht auf Instagram unter: fred_sucht_halt