7. Juni 2019

Führerschein-Fachdiskussion

In den Räumlichkeiten des diaLog, Abteilung Fachambulanz für Suchterkrankungen der Diakonie Rosenheim, kamen am 05.06.2019 verschiedene Personen aus unterschiedlichen Disziplinen – wie Justiz, Polizei, Bewährungshilfe und Gesundheitsamt – für die jährlich stattfindende Führerschein-Fachdiskussion zusammen. Die  diesjährige Veranstaltung griff die wichtige Thematik „Wer braucht für die Alkohol-MPU Abstinenzbelege?“ auf. Referentin war die Psychologin Frau Susanna Kiehling der AVUS Begutachtungsstelle, die sehr anschaulich die Voraussetzungen eines positiven MPU Gutachtens (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) und die Voraussetzungen für Abstinenzbelege erläuterte. Im Anschluss stellte Dipl. Sozialpädagogin und Suchttherapeutin Frau Sandra Schieder das in Kooperation mit der Impuls GmbH entwickelte Angebot der MPU Vorbereitungsseminare der Fachambulanz vor, welche jedem der seinen Führerschein nur durch eine MPU zurück erhält, dringend empfohlen wird. Die Chance eines positiven Gutachtens liegt mit einer MPU Vorbereitung bei 81 Prozent, während die Erfolgschance ohne Vorbereitungsseminar bei 37 Prozent liegt.

Erstmalig oder wiederholt aufgrund ihres Alkohol- bzw. Drogenkonsums, mit einer zu hohen Punktezahl oder mit strafrechtlichen (Verkehrs-)Delikten auffällig gewordene Personen können sich in der Fachambulanz der Diakonie kostenlose Beratung einholen. Die MPU-Vorbereitung kann sehr kurzfristig erfolgen, sie orientiert sich am tatsächlichen Bedarf und findet individuell in Einzelsitzungen statt. Hierfür können unter 08031-356280 oder per E-Mail unter fachambulanz@sd-obb.de Termine vereinbart werden.